„Obstsause“ feiert Geburtstag

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht: Unser Schulprojekt „Obstsause“ feiert seinen 10. Geburtstag ! Was als kleines Projekt startete, ist nun zu einer wichtigen Tradition im Herbst geworden. Zu diesem Anlass wollen wir allen danken, die zum Gelingen der „Obstsause“ beigetragen haben! Außerdem hatten wir die Gelegenheit, ein persönliches Gespräch mit der Leiterin des Projektes, unserer Konrektorin Frau Miesler, zu führen, um einen Blick zurück auf die Anfänge und die  Entwicklung des Projekts zu werfen.

SR: Können Sie uns ein bißchen zu den Anfängen des Projekts erzählen?

Fr. Miesler: Das Grüne Klassenzimmer gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Die“Obstsause“ in Zusammenarbeit mit der Grundschule Knetterheide und dem Kindergarten Mix Max gibt es, wie gesagt,  seit ca. 10 Jahren.

SR: Was ist das Ziel des Projekts?

Fr. Miesler: Das Ziel ist es, junge Leute zu motivieren und sie dazu zu bringen, die Natur wertzuschätzen, um nachhaltiger zu werden.

SR: Was ist Ihnen bei der Zusammenarbeit der vielen Kinder und Jugendlichen aus Kindergarten, Grundschule und weiterführender Schule besonders wichtig?

Fr. Miesler: Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsam Freude am Arbeiten in der Natur zu haben. Die großen Schüler achten auf die kleinen Kitakinder und gehen dabei verantwortlich mit ihnen um. Die Kleinen freuen sich über die Aufmerksamkeit der Großen. Im Schulgarten kann Jugendlichen auch anderes Wissen vermittelt werden, z.B. beim Bäume schneiden. Ich kann sie auch dabei unterstützen, ihre eigenen kreativen Ideen in echte Produkte zu verwandeln. Eine Idee war zum Beispiel, die Saftmaschine zu bauen, die aus unseren im Grünen Klassenzimmer geernteten Äpfeln Saft herstellen kann. Eine andere war, Bänke zu entwerfen oder Beete anzulegen, die für Bienen gut geeignet sind.

SR: Was war das Witzigste, was im Grünen Klassenzimmer je passiert ist?

Fr. Miesler: Die Kinder der Kita Mix Max wollten wissen, wie viele Äpfel man tragen kann. Ein Kind wollte allen zeigen, dass es sehr viele Äpfel tragen kann. Die anderen haben dem Kind die Äpfel in Taschen, Kapuze, auf die Arme und Hände gelegt. Alle haben mitgezählt. Am Ende hatte das Kind sogar Äpfel unter das Kinn geklemmt. Das sah witzig aus. Alle hatten Spaß. Natürlich fielen die  52 Miniäpfel dann runter! Alle mussten lachen.

SR: Was wird aus den geernteten Äpfeln produziert?

Fr. Miesler: Apfelsaft und Apfelkuchen, vielleicht auch Apfelgelee.

SR: Was wird mit den Produkten gemacht?

Fr. Miesler: Die Produkte werden verkauft und die Einnahmen wieder in die Schulgartenarbeit investiert. In der Grundschule Knetterheide bieten die Kinder den selbst gebackenen Apfelkuchen und den Saft an. In der Kita Mix Max machen sie Apfelmus aus den Früchten.

SR: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Miesler!

Ein Beitrag von Lena Schwarz, Altina Avdija und Vinisya Hassan